Liebe Mama

Du sagts ich bin nicht deine Tochter?

Du sagst ich bin nie deine Tochter gewesen?

 

Wer... hat dich damals ins Bett gebracht, wenn dein Mann dich nicht mehr anfassen durfte?

Wer hat dich umgezogen wenn du zu besoffen warst?

Wer hat dir den Kotzeimer an Bett gestellt?

Wer hat dich vor ihm beschützt?

Vor wessen Bett standest du nachts?

Wer hat dich getröstet und versucht den Streit zwischen dir und meinem Vater zu schlichten???

 

ICH, ICH, ICH und nochmals ICH

 

und jetzt wirfst du mir vor ich hätte nie zu dir gehalten???

Dass du dich nicht schämst!

Den ganzen Vormittag warte ich schon, dass du anrufst und dich entschuldigst. Aber ich denke du wirst nicht anrufen.

Du wirst dich sicherlich wieder hinter Ausreden verstecken. Alkohol als Ausrede für deine Beleidigungen und Kränkungen.

 

Du hast gestern das kaputt gemacht, was ich in den letzten zwei Jahren versucht habe wieder mit dir aufzubauen.

Wie oft soll ich es noch versuchen?

Du hast mich krank gemacht Mama!!!

Einerseits wolltest du mir nicht zu viel Verantwortung aufbürden aber wenn du betrunken warst, war dir das immer egal.

Es war dir egal ob ich mich für dich schäme,

es war dir egal was ich wollte,

es war dir egal dass ich leide!

Du hast mich nie gesehen, wolltest nie hinsehen, wie ich mich fühle!

 

Du hast mich statt dessen mit Essen vollgestopft und mir suggeriert wie gut ich das doch habe.

"Andere Kinder haben das nicht so gut wie du", hast du immer gesagt!

Nein vielleicht in materieller Hinsicht nicht!

ABER ich wollte nicht unbedingt nach Spanien oder Frankreich... eine nüchterne Familie ohne Streit! Die hätte ich gebraucht!!!

Eine Mutter, die vielleicht mal eine Therapie gemacht hätte und zu dem Scheiß den sie verzapft gestanden hätte!

Aber Nein... nach außen HUI aber innen PFUI

 

Ich liebe dich Mama... aber das was du mir antust hasse ich.

Du schämst dich ja nicht mal vor deinem Enkelkind mich so mies zu behandeln. Aber dem erklär ich das schon, was mit dir los ist! Dem setzt du keine Schuldgefühle ein!

 

 

1 Kommentar 20.4.11 12:20, kommentieren

Das Leben kann so grausam sein

...so hoffnungslos

...so schwarz

...so schwer

...so negativ

 

Ich bin sicher es gibt irgendwo eine Schnur an der ich ziehen muss um das verdammte Rolo hochzubekommen um im Licht zu stehen

 

Manchmal glaube ich, das Leben hat es auf mich abgesehen!

Warum bekomme ich immer die A-Karte? Warum kann es bei mir nicht glatt gehen, wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, was mir ja auch nicht leicht fällt sie zu treffen. Da sind Zweifel einfach vorprogramiert!!!

 

FUCK OFF

 emotion

1 Kommentar 11.2.11 08:12, kommentieren

Pflegeanleitung für Bordies

mit freundlicher Genehmigung von den Autoren der Borderlineplattform.

 

Lieber Leser,
solltest Du ein „Bordi“ sein, bitten wir Dich das Kunststückchen der Selbstironie anzuwenden, und wünschen Dir viel Spaß beim lesen. Falls Dir etwas nicht gefallt, ignorier es einfach (auch wenn es nicht klappt), und sieh es als Möglichkeit, genau die Teile zu entdecken die Dir und deiner Selbstakzeptanz evtl. im Wege stehen.

Solltest Du eine Person sein die sich einen Bordi angeschafft hat, oder der einer zugelaufen ist, möchten wir Dich bitten hinter der Ironie etwas Ernsthaftigkeit und Mitgefühl anzuwenden. Dann kann diese Pflegeanleitung Dir viele Informationen geben wie Du die Zeit mit„deinem“ Bordi noch mehr genießen kannst.
Und bitte lachen!! ABER nicht über, sondern mit ihm.

Somit sind wir schon beim Thema.




Wie starte ich mit meinem Bordi den Tag?

1. Man wecke seinen Bordi immer vorsichtig und liebevoll, dann etwas (vorsichtig) Kuscheln und ein paar aufbauende Worte, dass er gut ist und der Tag gut wird!!
Vorsicht – jede Annährung an den Bordi ist mit viel Wachsamkeit durchführen.
Er ist niemals wirklich zahm und kann immer bissig reagieren.
Trotz Allem sind die Annährungen an den Bordi das A und O in der Pflege.

2. Bringe ihm sein Frühstück auch mal am Wochenende ans Bett (in der Woche ist das natürlich auch nicht zu verachten)! Das 2. Kuscheln darf dabei natürlich nicht vergessen werden, und es muss von Herzen kommen.


Der Bordi ist geweckt und gefüttert. Wie geht es weiter?

1. Ein ganz wichtiges Pflegemerkmal für den Bordi sind Regelmäßigkeiten und Tagespläne an die er sich halten kann. Dort sollten z.B. feste Termine zum Reden verabredet werden! Vorsicht: unbedingt dran halten!!!

2. Man denke daran bitte immer genügend Vorschläge für die Tagesplanung parat zu haben, mit ein paar Erinnerungen, dass in dem Plan genügend Pausen zur freien Verfügung stehen.
Wichtig: Es müssen Vorschläge sein, keine Anordnungen- auf die reagiert er sehr empfindlich und könnte seine wilde Natur wieder aktivieren.

3. Kritik bitte immer vorsichtig äußern (Nur an sehr guten Tagen), nur in Ich-Botschaften und am Besten häppchenweise! Dabei sollte man auf keinen Fall vergessen ihm zu sagen dass NICHTS persönlich gemeint ist

4. Zur Abwechslung auch mal nicht nur den Bordi die Entscheidungen überlassen sondern auch selbst mal den Wunsch äußern was Du unternehmen willst, um dann den Bordi die Wahl überlassen es doch anders zu machen.

5. Nimm deinen Bordi immer ernst! Sonst kann es zu unkontrollierten
Wutausbrüchen kommen!


Somit kommen wir zu einem der wichtigsten Pflegetipps im Umgang mit dem Bordi:

Wie verhalte ich mich wenn mein Bordi wütend wird?

Da der Bordi (aus erklärlichen oder unerklärlichen Gründen) immer wieder mal einen Wutausbruch bekommt bitte folgende Anweisungen befolgen:

1. Mit ruhiger klarer Stimme ansprechen, ihn leicht und zärtlich berühren- evtl. streicheln- und dann langsam und vorsichtig fest in den Arm nehmen (aber auch akzeptieren wenn dein Bordi nicht gedrückt werden will/ IMMER flexibel sein!). Dieser Kontakt ist für ihn sehr wichtig, er kommt dann wieder zu sich, seine Emotionen können sich beruhigen und meist kommt er dann auch wieder zu Sinnen.

2. Sollte das nicht funktionieren ist zu beachten, den Bordi sich auch mal richtig austoben zu lassen.
Achtung: Wenn Bordi dann angetobt kommt, flach auf den Boden legen und auf Hilfe warten. Wenn keine Hilfe kommt, dann viel Glück!

3. Hilfreich ist dann genau das Gegenteil zu verstehen, was er von dir verlangt!!!

4. Auch wenn es schwer fällt sollte man ihm unbedingt sagen dass man ihn gerade jetzt versteht!!
Ja! verstehen ist ganz unabdingbar!


Was sollte ich vermeiden um die Wutausbrüche so gering wie möglich zu halten?

1. Mache nie merkwürdige Scherze, die er persönlich nehmen könnte! NIE !
Ironie ist für manche Bordis ein Fremdwort, es sei denn sie benutzen sie für Andere!!!

2. Ignorier NIEMALS dein Bordi. Erstrecht nicht nach, oder in, einem Streit.

3. Niemals Lügen - Bordis haben einen serienmäßig eingebauten Lügendetektor, der eine
DIREKTE Verbindung zum, ebenfalls serienmäßig eingebauten, Raketenwerfer hat!

4. Eine, während eines klärenden Gespräches angekündigte Änderung des eigenen Verhaltens, unbedingt sofort vollziehen - ansonsten.... siehe Lügen!!

5. Als Angehöriger darfst Du keine Schwächen zeigen! Das könnte gefährlich für das eigene Wohl sein. Du musst immer funktionieren!
Ausnahme: Der Bordi ist stark. Dann unbedingt Schwäche zeigen, so dass er helfen kann! Anschließend ganz viel Dank zeigen !

6. Denke immer daran, dass dein Bordi mit einem unsichtbaren Zäunchen um sich herum lebt, dessen Radius er alle fünf Minuten neu einstellt.
Du sollst dir also einen Röntgenblick aneignen der das Zäunchen sichtbar macht und auf jede Radiusveränderung schnellstens reagieren!

7. Niemals anderen Frauen (bzw. Männern) hinterher schauen wenn dein Bordi dabei ist und erst recht keine positiven Bemerkungen über diese Personen machen, da dein Bordi aufgrund seines mangelnden Selbstwertgefühls sofort zickig reagieren wird.

8. Vergleiche deinen Bordi nicht mit deiner Mutter/Vater oder sonstigen Verwandten, Freunden oder Nachbarn! Und schon gar nicht mit seinen!!!! Und nenne ihn nicht „Kind“ oder Dergleichen!
Besonders im Streit kann das wieder zum Auslösen der Vernichtungswaffen führen!

9. Vergiss nie: Dein Bordi zickt Dich nach einem für ihn unangemessenen Spruch nur so an, weil er/sie sich zutiefst gekränkt fühlt und auch nur weil dein Bordi dich so sehr liebt.

10. Kalkuliere immer ein, dass Dein Bordi selbst ein innig gehauchtes "Ich liebe Dich" als Angriff auf seine Person interpretieren könnte

11. Merke: "Nein" muss "nicht" immer auch wirklich nein bedeuten, dafür kann aber im Ausgleich auch ein "ja" eine Umschreibung für "nein" sein. Aber wage es nicht seine Aussagen zu hinterfragen... Bordis sind nicht doof und MERKEN sofort, wenn Du ihm nicht glauben willst. Es reicht ja, wenn er einmal "nein" oder "ja" sagt.
Erahne die wahre Bedeutung!

12. Am besten lernst Du seine Gedanken zu lesen damit er seine Ansprüche dir nicht vorwerfen und sich tierisch aufregen muss.


Wie gestalte ich meine Beziehung mit meinem Bordi annährend harmonisch, so dass ich auch noch ein eigenes Leben führen kann?

1. Gewöhne ihn langsam, aber sicher an feste spirituelle Rituale, die ihm helfen sich daran zu erinnern dass es eine Macht gibt die unendlich liebend und verzeihend ist und die immer für ihn da ist! Dann kannst Du ihn auch mal alleine lassen.
Achtung: Aber nie allein in den Urlaub fahren oder so!!
Es sei denn der Bordi will alleine in den Urlaub fahren und dort läuft ALLES KLASSE.
Dann darfst Du auch Spaß alleine haben!!

2. Wenn er/sie mal alleine sein will - unbedingt respektieren!! Aber erreichbar und sofort einsatzbereit sein

3. Du kannst deinem Bordi gar nicht oft genug sagen wie sehr du ihn/sie liebst und das er/sie süß, toll, klasse ist etc.

4. Überlege dir bei Allem was du sagst, dass dein Bordi mindestens 10
Interpretationsmöglichkeiten findet, auf die du nie im Traum gekommen wärst. Sie sind Sprachgenies!

5. Biete dem Bordi eine freie, hingebungsvolle, verpflichtende, feste,
Freundschaftsintimbeziehung an - und heirate ihn!!
(Und Dein Leben wird nie mehr langweilig sein!!)

6. Liebe ihn "einfach" mit all den Facetten seines Sein`s - dass erspart Dir viele
Partnerwechsel! Mit dem Bordi hast Du Alle in Einem. Denn er ist ein sich ständig wechselnder Partner!!


Sonstiges

1. Schenke ihm ganz oft Gummibärchen und Rosen. Die Rosen dürfen auch mal schwarz sein und die Gummibärchen sollten auch mal nach Chili schmecken.

2. Kauf ihm ein Kuscheltier und einen Wutball!
Igelbälle (Massagebälle) sind klasse (die harten)!

3. Aber: Einem Bordi nie harte Gegenstände schenken, sie könnten im Ernstfall als Wurfgeschosse gegen Dich benutzt werden.

4. Sei nicht traurig wenn dein Bordi mal wieder über sich schimpft. Er braucht das um sich abzureagieren. Sprich ihn nicht immer drauf an und er gibt irgendwann von alleine auf.

 

Autoren: Bangbüx und SriShiva von der www.Borderline-Plattform.de

Kopieren nur mit Angabe der Autoren und der Bezugsquelle!

 

 

1 Kommentar 20.1.11 08:52, kommentieren

Tod/Verlust/Gefühle vs. Thomas D.

[An jene, die am Leben geblieben sind,
um Trauer zu tragen.
So wahr wir verschieden sind,
ich möchte euch sagen,
dass ich weiß, wie ihr euch fühlt.
Da wird der Boden unter Einem einfach weggespült,
wenn etwas Großes wie der Tod
sich durch das Leben wühlt
und dennoch dauert es Tage,
bis man irgendwas fühlt,
bis man verletzt am Boden liegt.] Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

 der Schmerz, die Liebe die brennt, das Herz das zerreißt, die Verzweiflung, die Wut und die Leere. Ein Mix der dich schüttelt und rüttelt, dass du nicht mehr weißt wer du bist. Du willst schreien aber es kommt kein Ton, Du willst weinen aber du kannst nicht. Hilflosiskeit gegen den Tod, den die Menscheheit schon so lange bekämpft aber nicht besiegen kann.

[Was soll dich jetzt noch berühren?
Du hast verloren, was du liebst
und diese Leere lässt dich spüren,
dass du lebst.
Wie grotesk.
Wie verzehrt sich Liebe in Schmerz,
zerfetzt dich und bricht dir das Herz.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

 ich lebe, ich spüre das Leben durch den Schmerz und durch das Leid. Nachhaltiger als durch Freude. Wie ein Stäbchen, dass die Herzwand durchbohrt. langsam ganz langsam. Nimmt mir den Atem, lässt Tränen fließen. Seufzen und Schluchtzen aber es wird nicht helfen. Die Realität ist hart und irreversibel

[Und du zitterst und frierst und
dir ist kühl von innen
und du kriegst das Gefühl,
nie wieder lieben zu können.
Auf diese Ohnmacht folgt Wut,
die kaum Grenzen kennt.
Das ist die Liebe,
die in deinem Herzen brennt.
Und obwohl du sie kennst, die Zeit
und ihre Regeln,
steht das dem Leid dem Moment
nicht entgegen.
Also lässt du es zu,
und es dringt in dich ein.
Du wehrst dich nicht mehr,
du lässt es herein.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

Mir ist kalt nur manchmal glüht der Körper aber die Füße, die Nase und Hände bleiben kalt. Ich kann keine Liebe empfinden für die Menschen um mich, die noch leben. Ich hasse alles was fröhlich ist und muss mich selbst verleugnen, weil ich lebe. Ich will mich nicht weiter verleugnen müssen also würde ich es vorziehen lieber zu sterben. Alle verlassen die mich lieben, um bei denen zu sein, die ich liebe!

Zu sehen das das falsch ist und weiter zu leiden. Es gibt kein zurück!

[Und dann begreifst du,
wenn du daran nicht zerbrichst,
dann reifst du.
Und dann entdeckst du,
wenn du das überstehst,
dann wächst du.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

ich fühle noch nicht aber ich glaube daran. Ich werde wachsen

[...


keine Schmerzen dieser Welt können von Dauer sein
und keiner ist mit seiner Trauer hier allein.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

Es ist nur nicht leicht Menschen zu finden zu denen man offen sprechen kann, die zuhören und einen nicht mit altbackenen Floskeln abspeisen


1 Kommentar 15.1.11 13:52, kommentieren

Alles ändert sich...

Als mein Vater ins Krankenhaus eingeliefert wurde hatte ich gleich ein sehr negatives Gefühl. Ich hoffte er wäre gestürzt und hätte sich nur etwas gebrochen...

...eine Woche später war er tot!

 

Ich kann nicht trauern. Ich bin traurig, manchmal weine ich, aber ich kann nicht trauern und abschließen.

 

Eine Woche hab ich gebangt und gezittert, geweint, getröstet und gehofft, Mut gemacht und versucht Positiv zu denken. UND ich hab gebetet. Nicht gebetet dass er überlebt, sondern um kraft es selbst zu überstehen. Und dass er nicht leiden muss.

Er musste nicht leiden.

 

Jetzt beginnt für mich ein neues Leben...

Ein Leben mit Chancen aber ohne meinen Vater!

Das erste mal seit über 10 Jahren werde ich kein Hartz IV mehr bekommen. Jetzt muss ich mich um alles selbst kümmern und trage viel Verantwortung. Und davor habe ich Angst! Verdammte Angst!

Ich mag niemanden mehr an mich ran lassen. Auch keine Freunde...

Habe Angst dass die mich ausnutzen wollen.

 

Aber es ist eine Chance.

Wie werde ich sie nutzen?

4 Kommentare 10.1.11 21:18, kommentieren

zensierte Gedanken aus einer Kriese

aus 2009
 
Ich kann nicht auf mein Herz hören....

ich bin nicht konsequent, kann mich nicht durchsetzen.
Habe alles verplant mal wieder und vergessen in der TK zu sagen dass ich morgen und übermorgen nicht kommen kann, da Studientage in der Kita sind und ich keine Betreuung für die Kinder habe!
Irgendwie gut aber irgendwie auch blöd.

*** Ja schande über mich. SCHANDE! Bin eine Schl*mp* und fühl mich wie eine H*r*.
Beim letzten mal habe ich mich schon wieder geschn*tten und "H" prangt an meinem Unterarm schon seit ca. acht Wochen. Es wird eh niemand als ein Problem ansehen.
Für mich ist es ein Problem und ich habe heut kurz überlegt ****
Es wird mir etwas aufgedrängt, was ich nicht will. NEIN ich kann und darf das natürlich nicht aber ich habe daran gedacht! Das finde ich schon schlimm!
****... endet es in einem Disaster!
Wie soll ich sowas in der TK ansprechen?
Es ist sch**ße ich schäm mich über meine Bedürfnisse zu sprechen. Aber *** gehört nicht dazu!
****
NEIN
NEIN
NEIN
Ich will das nicht
du hast dich nicht geändert
und du wirst dich auch nicht ändern
Ich habe mich auch noch nicht geändert
und meine Änderungen laufen nur in kleinen Schritten und ganz langsam.
Zu langsam für dich
zu langsam für uns...


5.12.10 13:59, kommentieren

ein Vorgespräch!

vom 9.Juni 2009

so kann ein Vorgespräch laufen:

 

Also hatte ich ja heute mein Vorgespräch bei einem Psychologen und Therapeuten.
Telefonischer Eindruck... SPITZE!

Nu war ich gestern Abend schon aufgeregt und konnte nicht schlafen...
Heut morgen aber gute Laune und obwohl der Fahrer meines Sohnes staubedingt Verspätung hatte bekam ich alles organisiert!
Das Frühstück erledigte ich am Bahnhof, weil ich mal wieder nur an die Kinder gedacht hatte...
Ich fuhr also mit der S-Bahn in den nächst größerem Stadtteil Hamburgs um mir noch die Überweisung meines Hausarztes zu holen. Alles klappte Prima.
Die Musik schepperte in meinem MP3 Player. Ohhh hab ich das genossen, aber ich kompensierte mit dem Techno nur die Nervosität! aber das wusste ja niemand
gut ich hatte noch Zeit gute 30 Minuten bis ich mich mit meiner PPPM traf und noch mal 30 Minuten bis zum eigentlichen Termin!
Ich wäre mal wieder am Liebsten im Shoppingwahn verfallen in der Fußgängerzone, mir fiel aber nur ein Buch für 1€ in die Hand im Humana.
Am vereinbarten Treffpunkt war ich wieder so nervös und ich dachte mein Herz bleibt gleich stehen. Also ganz auf die Musik konzentrieren und ein wenig dissoziert.
Meine Papiere für den Schmerztherapeuten hatte ich auch zusammenbekommen, wie ich es meiner PPM versprochen hatte, die sind wir dann zusammen kopieren gegangen und dann los.
Mit ihr war das dann schon wieder alles ein wenig lockerer! Schön wenn man jemanden zum reden hat!!!
Also standen wir nun vor der Tür ...

...und als sich die nun öffnete... puhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ...Unwohlsein lässt Grüßen!
da standen wir nun. Er öffnete persönlich! Es war niemand dort außer uns.
Wir standen in dem kleinen Vorzimmer mit Schreibtisch... klein und unmodern...so mal überhaupt nicht einladend!!!
Und er bat mich also ins Gesprächszimmer... meine PPM wartete draußen... war so abgesprochen mit mir und es war auch ok!
Das Zimmer riesig aber so fürchterlich, dass man gar nicht erkennen konnte ob das nun eine vorübergehende Lösung darstellen sollte oder ob er grad ausziehen will...
Ausgesehen hat es wie in einer aufgeräumten Single-Männer-Wohnung.
Das Telefon stand nicht etwa auf dem Schreibtisch NEIN sondern auf dem Boden... anscheinend war das Kabel zu kurz!
Gemalert hätte auch mal wieder können...
Alte Bürostühle sich gegenüber gestellt.

Also dachte ich erstmal: NEEEE GEHT GAR NICHT!!!
Aber ok ich gebe ja allem ne Chance, und nachdem wir erstmal das das organisatorische gemacht haben. Fragte er mich gleich was ich ihm den mitgebracht hätte.
Am liebsten hätte ich gesagt: "jede menge Ideen aus schöner Wohnen"
Nein also holte ich erstmal aus... weit aus... (und das ganze sogar strukturiert)

  • wie ich auf und zu der BL Vordiagnose kam
  • wo ich derzeit in Behandlung bin und warum ich weg will
  • dann wollte er meine Baustellen wissen (meine Hauptprobleme zur Zeit)


sein Kommentar: das sind ja ganz schön viele Baustellen... ich glaub ich mach mir mal ein paar Notizen
dann ging es weiter

  • meine Eltern
  • meine Kindheit
  • emotionaler Missbrauch
  • etc pp
  • bis wir zur sexuellen Nötigung (Missbrauch) kamen.


Da wurde es auch für mich schwierig. Und das hab ich ihm auch gezeigt.
Also machten wir da einen Break!
Und da hat er auch gesagt dass man das in einer ersten Stunde ja nicht vertiefen müsse.

DANKE

Da habe ich ihm mal einfach beigepflichtet und gefragt, wie es überhaupt nun bei ihm aussähe, von wegen Kapazität und Wartezeit usw ...

Nun ja er habe etwas Positives aber auch etwas Negatives für mich... schluck

so er fragte nicht sondern fing mit dem Positiven an!

Also dass man gleich merke dass ich sehr reflektiert bin und schon Therapieerfahrung habe, dass ich schon so vieles richtig sehe und erkannt habe, dass ich therapiewillig bin und vorankommen möchte. Und auch schon einiges erreicht habe...
Dass er anfangs dachte: oh meine Güte, wegen den Baustellen!!! Aber dass ihn alles was ich danach erzählt habe...beeindruckt hat.
Er gerne mit mir arbeiten würde...

OK Freude bei mir... ein kleines bisschen stolz sein...

...ABER er habe zurzeit ganz viele andere Patienten mit ähnlich gelagerten Krankheitsbild und es sei nicht gut für einen Therapeuten zu viele ähnliche Patienten bzw. gelagerte Krankheitsbilder zu therapieren!

BOOOOONG!!! da kam der Gong im Kopf

 

Kopfkino.....

OK Fassung bewahren…. Emotionen und Gefühle kontrollieren

Alte Gefühle der Ablehnung sind nicht real hab ich zu mir selbst gesagt, um gleich den Stimmen in meinem Kopf das Maul zu Stopfen,  ....und vor 4 Jahren wärst du jetzt zusammengebrochen und es ist doch fair, dass er dir das gleich so sagt….

 

Er wiederholte das positive noch mal und meinte dass er möchte dass das Positive bei mir bleibt und auch ankommt!

 

OK also noch mal in den Dialog.

„Ja es ist angekommen“ (ich kämpfte trotzdem mit den Tränen)

 

Ich fragte nach einem Tipp was ich nun machen könne!

Also ich dürfte ihn gern in einem halben Jahr nochmal anrufen und fragen wie es bei ihm aussähe... von seinen Kapazitäten, es könne gut sein, dass er mir dann Zeit einräumen könnte…

So verließ ich dann das Chaos... seine kleine Praxis und meine "Großbaustelle"

1 Kommentar 5.12.10 13:22, kommentieren