Schmerzverarbeitung

Schmerzverarbeitung bei Borderline-Patientinnen erforscht
Neuronales Netzwerk im Gehirn dient der Schmerzunterdrückung


Mannheim (pte/20.06.2006/16:00) - Patientinnen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) empfinden Schmerzen weniger stark als gesunde Menschen. Der Grund dafür ist, dass die Entstehung von Schmerzempfindungen vom Gehirn aktiv unterdrückt wird. Dies stellte ein Forscherteam vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim http://www.zi-mannheim.de, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz http://www.uni-mainz.de und der Universitätsklinik für Psychiatrie Bern http://www.puk.unibe.ch fest. Die Forschungsergebnisse wurden in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins Archives of General Psychiatry veröffentlicht.

Quelle: presstext.de

1 Kommentar 25.10.10 11:33, kommentieren

Geprügelt wird durch alle Schichten

Von 10.000 befragten Frauen zwischen 16 und 85 Jahren haben

  • 37 Prozent körperliche Gewalt erlebt
  • 13 Prozent sexuelle Gewalt erlitten
  • Jede vierte Frau hat schon körperliche oder sexuelle Gewalt – oder beides – durch ihren Partner erfahren

Bildungsgrad, Einkommen oder gesellschaftliches Ansehen spielen keine große Rolle

  • Fast jede zweite Frau vertraute niemandem ihre schrecklichen Erlebnisse an, nur jede vierte Frau ging zur Polizei

Auch Männer werden zu Opfern häuslicher Gewalt

Quelle: „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland", erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004

25.10.10 10:53, kommentieren

Borderline im DSM-IV

Klassifizierung nach DSM-IV

Im DSM-IV, dem Klassifikationssystem der American Psychiatric Association, wird die Borderline-Persönlichkeitsstörung wie folgt definiert:

Ein tiefgreifendes Muster von Instabilität in den zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten sowie deutliche Impulsivität. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter bzw. in der Pubertät und manifestiert sich in verschiedenen Lebensbereichen.

Mindestens fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein, wenn von einer solchen Störung gesprochen wird:

  1. Starkes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden. Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.

  2. Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.

  3. Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.

  4. Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren). Beachte: Hier werden keine suizidalen oder selbstverletzenden Handlungen berücksichtigt, die in Kriterium 5 enthalten sind.

  5. Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.

  6. Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten Reaktivität der Stimmung (z. B. hochgradige episodische Dysphorie, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).

  7. Chronische Gefühle von Leere.

  8. Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren, (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).

  9. Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

Im ICD, dem Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO), ist die Borderline-Persönlichkeitsstörung eine Unterform der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung: Der Impulsive Typus dieser Störung ist geprägt durch mangelnde Impulskontrolle und unberechenbare Handlungen. Beim Borderline-Typus sind das eigene Selbstbild und das Beziehungsverhalten schwerer beeinträchtigt. Dieser entspricht in etwa auch der Definition der Borderline-Störung im DSM-IV.

1 Kommentar 25.10.10 11:29, kommentieren