ein Vorgespräch!

vom 9.Juni 2009

so kann ein Vorgespräch laufen:

 

Also hatte ich ja heute mein Vorgespräch bei einem Psychologen und Therapeuten.
Telefonischer Eindruck... SPITZE!

Nu war ich gestern Abend schon aufgeregt und konnte nicht schlafen...
Heut morgen aber gute Laune und obwohl der Fahrer meines Sohnes staubedingt Verspätung hatte bekam ich alles organisiert!
Das Frühstück erledigte ich am Bahnhof, weil ich mal wieder nur an die Kinder gedacht hatte...
Ich fuhr also mit der S-Bahn in den nächst größerem Stadtteil Hamburgs um mir noch die Überweisung meines Hausarztes zu holen. Alles klappte Prima.
Die Musik schepperte in meinem MP3 Player. Ohhh hab ich das genossen, aber ich kompensierte mit dem Techno nur die Nervosität! aber das wusste ja niemand
gut ich hatte noch Zeit gute 30 Minuten bis ich mich mit meiner PPPM traf und noch mal 30 Minuten bis zum eigentlichen Termin!
Ich wäre mal wieder am Liebsten im Shoppingwahn verfallen in der Fußgängerzone, mir fiel aber nur ein Buch für 1€ in die Hand im Humana.
Am vereinbarten Treffpunkt war ich wieder so nervös und ich dachte mein Herz bleibt gleich stehen. Also ganz auf die Musik konzentrieren und ein wenig dissoziert.
Meine Papiere für den Schmerztherapeuten hatte ich auch zusammenbekommen, wie ich es meiner PPM versprochen hatte, die sind wir dann zusammen kopieren gegangen und dann los.
Mit ihr war das dann schon wieder alles ein wenig lockerer! Schön wenn man jemanden zum reden hat!!!
Also standen wir nun vor der Tür ...

...und als sich die nun öffnete... puhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh ...Unwohlsein lässt Grüßen!
da standen wir nun. Er öffnete persönlich! Es war niemand dort außer uns.
Wir standen in dem kleinen Vorzimmer mit Schreibtisch... klein und unmodern...so mal überhaupt nicht einladend!!!
Und er bat mich also ins Gesprächszimmer... meine PPM wartete draußen... war so abgesprochen mit mir und es war auch ok!
Das Zimmer riesig aber so fürchterlich, dass man gar nicht erkennen konnte ob das nun eine vorübergehende Lösung darstellen sollte oder ob er grad ausziehen will...
Ausgesehen hat es wie in einer aufgeräumten Single-Männer-Wohnung.
Das Telefon stand nicht etwa auf dem Schreibtisch NEIN sondern auf dem Boden... anscheinend war das Kabel zu kurz!
Gemalert hätte auch mal wieder können...
Alte Bürostühle sich gegenüber gestellt.

Also dachte ich erstmal: NEEEE GEHT GAR NICHT!!!
Aber ok ich gebe ja allem ne Chance, und nachdem wir erstmal das das organisatorische gemacht haben. Fragte er mich gleich was ich ihm den mitgebracht hätte.
Am liebsten hätte ich gesagt: "jede menge Ideen aus schöner Wohnen"
Nein also holte ich erstmal aus... weit aus... (und das ganze sogar strukturiert)

  • wie ich auf und zu der BL Vordiagnose kam
  • wo ich derzeit in Behandlung bin und warum ich weg will
  • dann wollte er meine Baustellen wissen (meine Hauptprobleme zur Zeit)


sein Kommentar: das sind ja ganz schön viele Baustellen... ich glaub ich mach mir mal ein paar Notizen
dann ging es weiter

  • meine Eltern
  • meine Kindheit
  • emotionaler Missbrauch
  • etc pp
  • bis wir zur sexuellen Nötigung (Missbrauch) kamen.


Da wurde es auch für mich schwierig. Und das hab ich ihm auch gezeigt.
Also machten wir da einen Break!
Und da hat er auch gesagt dass man das in einer ersten Stunde ja nicht vertiefen müsse.

DANKE

Da habe ich ihm mal einfach beigepflichtet und gefragt, wie es überhaupt nun bei ihm aussähe, von wegen Kapazität und Wartezeit usw ...

Nun ja er habe etwas Positives aber auch etwas Negatives für mich... schluck

so er fragte nicht sondern fing mit dem Positiven an!

Also dass man gleich merke dass ich sehr reflektiert bin und schon Therapieerfahrung habe, dass ich schon so vieles richtig sehe und erkannt habe, dass ich therapiewillig bin und vorankommen möchte. Und auch schon einiges erreicht habe...
Dass er anfangs dachte: oh meine Güte, wegen den Baustellen!!! Aber dass ihn alles was ich danach erzählt habe...beeindruckt hat.
Er gerne mit mir arbeiten würde...

OK Freude bei mir... ein kleines bisschen stolz sein...

...ABER er habe zurzeit ganz viele andere Patienten mit ähnlich gelagerten Krankheitsbild und es sei nicht gut für einen Therapeuten zu viele ähnliche Patienten bzw. gelagerte Krankheitsbilder zu therapieren!

BOOOOONG!!! da kam der Gong im Kopf

 

Kopfkino.....

OK Fassung bewahren…. Emotionen und Gefühle kontrollieren

Alte Gefühle der Ablehnung sind nicht real hab ich zu mir selbst gesagt, um gleich den Stimmen in meinem Kopf das Maul zu Stopfen,  ....und vor 4 Jahren wärst du jetzt zusammengebrochen und es ist doch fair, dass er dir das gleich so sagt….

 

Er wiederholte das positive noch mal und meinte dass er möchte dass das Positive bei mir bleibt und auch ankommt!

 

OK also noch mal in den Dialog.

„Ja es ist angekommen“ (ich kämpfte trotzdem mit den Tränen)

 

Ich fragte nach einem Tipp was ich nun machen könne!

Also ich dürfte ihn gern in einem halben Jahr nochmal anrufen und fragen wie es bei ihm aussähe... von seinen Kapazitäten, es könne gut sein, dass er mir dann Zeit einräumen könnte…

So verließ ich dann das Chaos... seine kleine Praxis und meine "Großbaustelle"

5.12.10 13:22

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