Tod/Verlust/Gefühle vs. Thomas D.

[An jene, die am Leben geblieben sind,
um Trauer zu tragen.
So wahr wir verschieden sind,
ich möchte euch sagen,
dass ich weiß, wie ihr euch fühlt.
Da wird der Boden unter Einem einfach weggespült,
wenn etwas Großes wie der Tod
sich durch das Leben wühlt
und dennoch dauert es Tage,
bis man irgendwas fühlt,
bis man verletzt am Boden liegt.] Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

 der Schmerz, die Liebe die brennt, das Herz das zerreißt, die Verzweiflung, die Wut und die Leere. Ein Mix der dich schüttelt und rüttelt, dass du nicht mehr weißt wer du bist. Du willst schreien aber es kommt kein Ton, Du willst weinen aber du kannst nicht. Hilflosiskeit gegen den Tod, den die Menscheheit schon so lange bekämpft aber nicht besiegen kann.

[Was soll dich jetzt noch berühren?
Du hast verloren, was du liebst
und diese Leere lässt dich spüren,
dass du lebst.
Wie grotesk.
Wie verzehrt sich Liebe in Schmerz,
zerfetzt dich und bricht dir das Herz.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

 ich lebe, ich spüre das Leben durch den Schmerz und durch das Leid. Nachhaltiger als durch Freude. Wie ein Stäbchen, dass die Herzwand durchbohrt. langsam ganz langsam. Nimmt mir den Atem, lässt Tränen fließen. Seufzen und Schluchtzen aber es wird nicht helfen. Die Realität ist hart und irreversibel

[Und du zitterst und frierst und
dir ist kühl von innen
und du kriegst das Gefühl,
nie wieder lieben zu können.
Auf diese Ohnmacht folgt Wut,
die kaum Grenzen kennt.
Das ist die Liebe,
die in deinem Herzen brennt.
Und obwohl du sie kennst, die Zeit
und ihre Regeln,
steht das dem Leid dem Moment
nicht entgegen.
Also lässt du es zu,
und es dringt in dich ein.
Du wehrst dich nicht mehr,
du lässt es herein.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

Mir ist kalt nur manchmal glüht der Körper aber die Füße, die Nase und Hände bleiben kalt. Ich kann keine Liebe empfinden für die Menschen um mich, die noch leben. Ich hasse alles was fröhlich ist und muss mich selbst verleugnen, weil ich lebe. Ich will mich nicht weiter verleugnen müssen also würde ich es vorziehen lieber zu sterben. Alle verlassen die mich lieben, um bei denen zu sein, die ich liebe!

Zu sehen das das falsch ist und weiter zu leiden. Es gibt kein zurück!

[Und dann begreifst du,
wenn du daran nicht zerbrichst,
dann reifst du.
Und dann entdeckst du,
wenn du das überstehst,
dann wächst du.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

ich fühle noch nicht aber ich glaube daran. Ich werde wachsen

[...


keine Schmerzen dieser Welt können von Dauer sein
und keiner ist mit seiner Trauer hier allein.]Thomas D. / an alle Hinterbliebenen

Es ist nur nicht leicht Menschen zu finden zu denen man offen sprechen kann, die zuhören und einen nicht mit altbackenen Floskeln abspeisen


15.1.11 13:52

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